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27. April 2021

Laut ist out

Immer mehr Menschen fühlen sich durch übermässigen und unnötigen Motorenlärm belästigt. Für einige Fahrzeuglenkende – sei es auf dem Töff oder im Sportwagen – erreicht der Fahrspass erst dann den Höhepunkt, wenn der Motor richtig aufheult. Dass Lärm auch stört und krank macht, wird dabei völlig ausgeblendet.

Am Aktionstag vom 28. April 2021 wird darauf aufmerksam gemacht, dass bei Lärmemissionen von Motorfahrzeugen das eigene Fahrverhalten eine entscheidende Rolle spielt. Hohe Drehzahlen beim Fahren in niedrigen Gängen, zu schnelles Beschleunigen, unnötiges Herumfahren in Ortschaften oder gar lärmsteigerndes Tuning am Fahrzeug verursachen vermeidbaren Lärm, was von Gesetzes wegen verboten ist (Art. 33 VRV, Art. 53 VTS).

Lärm stresst und macht krank!

Der Kampf gegen übermässigen Strassenlärm geht uns alle an: lauter und störender Lärm verursacht Kosten, die von der Allgemeinheit getragen werden. Pro Jahr werden die externen Gesundheitskosten in der Schweiz für Strassen-, Bahn- und Fluglärm auf rund 2,6 Milliarden Franken geschätzt. Lärm ist unerwünschter Schall, der Stress auslöst und krank macht: Bei jedem störenden Geräusch gerät der Körper in Alarmbereitschaft. Die permanente Auslösung von Alarm- und Stressreaktionen kann zu gesundheitlichen Schäden führen: Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlafstörungen, aber auch Konzentrationsschwächen und Stimmungsveränderungen wie Depression oder Aggression. Eine Gewöhnung des Körpers an Lärm gibt es nicht. In der Schweiz ist tagsüber jede siebte Person schädlichem oder lästigem Strassenverkehrslärm ausgesetzt, in der Nacht jede achte. Die SiRENE-Studie des Schweizerischen Nationalfonds weist nach, dass insbesondere Strassenlärm zu einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen führt. Neben dem üblichen Strassenlärm verursachen abrupt auftretende Lärmspitzen lauter Fahrzeuge zusätzlich eine grosse Störwirkung. 

Gemäss dem Bundesamt für Umwelt BAFU betrifft ein Grossteil der Bürgerbeschwerden wegen Strassenlärm überlaute Motorräder, obwohl diese einen kleinen Teil der Fahrzeugflotte ausmachen. Anwohnerinnen und Anwohner sowie Erholungssuchende entlang beliebter Motorradstrecken kennen das Problem: bei schönem Töff-Wetter leiden sie unter einer lärmigen Geräuschkulisse. Gerade in engen Bergtälern werden so durch ein paar wenige rücksichtslose Motorradfahrinnen und -fahrer viele Ruhesuchende sowie die lokale Bevölkerung beschallt. In städtischen Zentren ist das sogenannte «Auto-Posen» ein wachsendes Problem. Dabei drehen Fahrer von Luxus-Sportwagen und anderen PS-starken Boliden immer die gleichen Runden. Oft lassen die Fahrer den Motor aufheulen und rasen ein kurzes Stück. Am «Tag gegen Lärm» 2021 soll darauf hingewiesen werden, dass das Fahrverhalten einen entscheidenden Einfluss auf die Lärmemissionen hat: Durch eine umweltschonende und rücksichtsvolle Fahrweise mit tiefen Drehzahlen kann viel unnötiger Motorenlärm verhindert werden. Gerade an Orten, wo Lärm möglichst vermieden werden müsste oder zu Zeiten, wo Ruhe gilt, ist Rücksicht angesagt.

Die Ruhe ist ein kostbares Gut, das zur Gesundheit und zum Wohlbefinden der Menschen beiträgt. Aktuell sind auch auf politischer Ebene Bestrebungen im Gange, unnötigen Lärm zu vermindern. Die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrats hat Ende 2020 eine Motion eingereicht, auf deren Basis ein Massnahmenpacket gegen übermässigen Motorenlärm erarbeitet werden soll, eine allfällige Umsetzung sollte noch im 2021 beginnen.

Weiterführende Infos unter www.lärm.ch

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